Sonntag, 24. Juli 2016

veränderte Bedürfnisse

Ich grüße dich herzlich und freue mich das du in meinem Blog liest. 

Die Bedürfnisse von unserem Familiengemeinschafts - Zusammenleben hat sich verändert. 
Je größer die Kinder werden, je mehr Veränderung gibt es im Zusammenleben. Eine meiner Töchter absolviert eine Ausbildung und schließt diese im nächsten Sommer ab. 

Seit einiger Zeit beschäftigt sie sich damit auszuziehen, alleine leben, mit ihrem Freund zusammen zu ziehen.

Dann lebt mit mir noch meine 7-jährige Tochter, die in den kommenden drei Jahren hier im Ort die Grundschule besucht und meine 25 Jahre alte behinderte Tochter.

Das Bedürfnis meiner behinderten Tochter ist, das sie außerhalb ihrer Werkstatt arbeiten möchte und sie außerhalb der Familie leben möchte, es aber andererseits innerhalb der Familie auch nicht so schlecht findet, da wir sehr viel Toleranz leben und jeden einfach mit seinen Stärken akzeptieren. 

Alles was meine behinderte Tochter an Unterstützung braucht ist, Kochen und regelmäßige Essenszeiten, ab und zu eine Erinnerung an Duschen, oder Bett abziehen, das man die Briefe, die für meine Tochter kommen, beantwortet und ihre Dinge regelt, wie besorgen neuer Batterien für ihr Hörgerät, oder besorgen eines Krankengymnastik Rezeptes. 

Oder wenn sie krank ist, dann anrufen bei ihrem Busunternehmen, das sie die kommenden Tage nicht mitfährt, anrufen bei der Krankengymnastik um sie dort abzumelden, anrufen beim Hausarzt um eine Krankmeldung zu bestellen. 

Wenn meine Tochter eine Unternehmung plant, braucht sie einen Fahrdienst, da bei uns im Ort die Busse unregelmäßig fahren. 

Bedürfnisse meiner behinderten Tochter:
  • Erinnerung und mitdenken für sie ab und zu, und Begleitung davon, das   sie Teilbereiche davon selbst übernehmen kann
  • Fahrdienste
  • Kochen und Einkaufen
  • Anrufe, die getätigt sein müssen
  • Briefwechsel 
  • gesetzliche Betreuung und Regelungen mit Behörden

Bis vor einigen Jahren erfüllte ich alle ihre Aufgaben und Bedürfnisse, weil ich es als selbstverständlich angesehen habe, dies alles einfach alleine zu tun.

Mittlerweile haben wir innerhalb der Familie und eines familienentlastenden Dienstes die Aufgaben soweit delegiert, das ich deutlich erkenne, das meine Rolle als betreuende und begleitende Mutter sich verändert, weniger wird und ich mich dadurch wieder mehr meinen Zielen widmen kann und meinen Projekten, die ich umsetze.

Schön dabei ist für mich zu sehen, wie die Erfüllung bestimmter Bedürfnisse in andere Hände übergeben werden kann und ich dadurch Entlastung erfahre und mich wieder mehr auf mich fokussieren kann.  


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