Sonntag, 24. Juli 2016

"Projekt Erleichterung" im Alltag mit erwachsenem behindertem Kind

Hallo ich grüße dich herzlich, mein Name ist Daniela Christ, ich bin alleinerziehend und Mutter einer behinderten 25-jährigen Tochter.

Meine Tochter lebte 10 Jahre in einem Internat, solange sie die Schule besuchte. Seit 5 Jahren lebt sie zu Hause und geht tagsüber in die Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten. 

In meiner Kindheit und Jugend war es üblich, das die behinderten Geschwister meiner Klassenkameraden zu Hause lebten bis die Eltern alt waren und verstarben. Häufig kümmerte sich eines der Geschwister mit um den behinderten Bruder oder die behinderte Schwester. 

Seit 25 Jahren regle ich alles rund um die Belange meiner behinderten Tochter. Meine anderen erwachsenen Töchter, die ihre Ausbildungen machen, kümmern sich um ihre eigenen Belange und regeln weitestgehend ihr Leben selbst.
Nach 25 Jahren jedoch merke ich, wie ich müde bin, für 2 Menschen zu denken, für meine behinderte Tochter mit zu denken und Dinge zu regeln.

Diese Müdigkeit habe ich mir lange nicht eingestanden und spüre heute wie wichtig es ist, anzuerkennen dass das Loslassen meiner behinderten Tochter anders statt findet. Trotz dieser Müdigkeit erledige ich weiterhin ihre Dinge.  

In Gesprächen mit anderen Eltern oder Geschwistern behinderter Menschen fällt auf, was diese über Jahre an Leistung bringen, die einfach selbstverständlich ist. 

Hier berichte ich ab jetzt von Zeit zu Zeit von meinem neuen Projekt "Erleichterungen rund um die Betreuung".

Konkret geht es mir darum, welche Möglichkeiten habe ich Regelungen abzugeben, oder für Entlastung zu sorgen, welche Ideen gibt es, wie mein erwachsenes behindertes Kind weiter leben kann - mit mir zusammen, in einem Wohnheim, alleine in einer Wohnung? 

Von all diesen Ideen und ihren Umsetzungen berichte ich euch von Zeit zu Zeit aus dem Alltag mit meiner Tochter und dem Projekt Erleichterung.  

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