Freitag, 25. September 2015

Ecken und Kanten oder meine neu entdeckte Freude am Leben :-)

In Facebook bietet Christina Emmer eine Challenge an, 21 Tage lang sich sichtbar zu machen mit seinen Ecken und Kanten, wie es die Aufgabe am 6.Tag der Challenge war.

Was sind meine Ecken und Kanten, was habe ich an Höhen und Tiefen in meinem Leben bisher erlebt und was kann ich anderen dadurch vermitteln?
Was hat mich in meinem Leben an meine Grenze gebracht und was habe ich daraus gewonnen?

Es gibt 2 richtig große Schicksalschläge, oder Lebenserschütterungen in meinem Leben, was dazu führt, das ich mich oft älter, weiser und reifer fühle als meine Mitmenschen.

Mit gerade mal 24 Jahren, ich war Mama eines 3-jährigen Mädchens starb innerhalb einer Woche mein Vater, ohne das er davor krank gewesen wäre.
Dann gerade 3 Jahre später erkrankte meine damals gesunde 6-jährige Tochter an Krebs. Bis sie 6 Jahre alt war, wuchs sie wie normale Kinder auf, die sich entwickeln, alles lernen, wachsen....

Das große Kind das erkrankte war 6 Jahre alt, die kleine Schwester 1 Jahr und 4 Monate alt und ich zerrissen, zwischen für die Kinder da sein wollen und Krankenhauszeit.  

Dieser damalige Einschnitt in unser Leben hat uns über alle Grenzen gebracht, denn meine älteste Tochter hat seither eine Behinderung.


Mich hat es über meine Grenzen damals gebracht, weil ich alles gegeben habe, bis zur völligen Erschöpfung und Burn Out, verbunden mit Depressionen.

Nach außen gezeigt, habe ich die Erschöpfung nur sehr selten, da ich 3 Kinder zu versorgen hatte, davon eines mit ihrer Behinderung.
Ich engagierte mich, fuhr sie drei mal wöchentlich zu ihren Terminen, ging mit ihr zu Heilpraktikern bis ich nach 3 Jahren spürte, das ich am Ende meiner Kraft war und noch 2 weitere Kinder habe, die mich auch brauchen und nicht hinter ihrer älteren Schwester zurückstecken sollten.
Das ging nur, in dem ich entschied, das meine Große mit 11 Jahren in eine Schule mit Internat geht, 80km von zu Hause entfernt und dafür am Wochenende zu Hause ist. 

Mit ihr und durch sie lernte ich keine Prognosen abzugeben, was sie bis wann können wird, denn noch heute entwickelt sie sich und macht immer noch Fortschritte, die die Außenwelt zum staunen bringt.
Lange Jahre war ich die treibende Kraft hinter ihr, obwohl ich noch 3 jüngere Kinder habe, die ich alleine groß ziehe seit 12 Jahren.


Durch meine Tochter habe ich gelernt, das es immer eine Lösung gibt, egal vor welcher Grenze ein anderer steht.
Egal was sie nicht konnte, machte ich ihr zugänglich, wenn sie Interesse daran zeigte. Sie wollte kochen, hatte aber große Mühe viel Text zu lesen, ich entwickelte ein Kochbuch in einfacher Sprache - nicht nur für Menschen mit Behinderung, denn auch ich bemerkte, das ich bei Kochbüchern ungern viel Text lese.

Oder sie brauchte Erinnerungsstützen, die ihr helfen, dann klebte ich ihr Tafelfolie an ihre Zimmertür und schrieb ihr in einfachen Worten die Dinge auf, an die sie denken sollte ;-).

Gelernt habe ich auch durch meine Geschichte, so vieles zu tragen, das ich auf meine eigenen Kräfte aufpassen darf und dass mein Leben zu kostbar,  wertvoll und freudvoll ist.  

Egal welches Schicksal ich trage, oder ein anderer trägt, finde ich sehr wichtig, sich auf die kleinen feinen Schönheiten des Lebens zu konzentrieren, raus aus den sorgenden quälenden Gedanken, hin zu den kleinen Erfolgen und Schmunzelgeschichten die das Leben zu bieten hat :-).

So arbeite ich auch in meinen Coachings und bekomme immer wieder die Rückmeldung meiner Klienten, wie gut es ihnen tut, mit mir zu sprechen, denn ich hätte immer irgendeine einfache leicht umzusetzende Lösung parat ;-)


Das ist auch das Thema meines Ebooks das ich schreiben möchte:
Lebensfreude, Leichtigkeit und Optimismis - trotz Krisen und Schicksalsschlägen, sein Leben achtsam, authentisch und bedürfnisorientiert zu leben.

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