Dienstag, 7. Oktober 2014

Zur Entspannung etwas komplett anderes machen

war bei mir schon immer, wenn ich für mich in super stressigen Zeiten meinen Kopf aus dem Dauerlauf holen wollte und ihn zur Ruhe lassen kommen wollte.
Denn mein Gehirn kann total grandios alles dauerwälzen, grübeln, hinterfragen - Dauerlaufen eben. 
Nur komme ich dann irgendwann an Momente, bei denen ich spüre, jetzt braucht mein Kopf Pause, Urlaub, Erholung.

Vor 17 Jahren als meine älteste Tochter in der Akutzeit im Krankenhaus lag, kam meine Schwester und brachte mir zwei Bücher mit. Damals hielt ich sie für komplett verrückt und sagte ihr, ich könne jetzt nicht lesen, weil ich gerade so viele Dinge zu verabeiten hatte und täglich sehen musste, wie es weiter gehen konnte. Das Leben meiner Tochter stand laut den Ärzten unter keinem guten Stern, ihre Prognose war alles andere als erbaulich.

Heute grinse ich darüber, weil meine Schwester für mich damals ein absoluter Engel war. Ich weiß auch noch ganz genau welche beiden Bücher bei mir geblieben sind, allerdings habe ich diese beiden Bücher nicht noch einmal gelesen.

Ein Buch hatte ca 220 Seiten, das zweite Buch war etwas dicker, es hatte so um die 680 Seiten. 

Da wir nicht wussten wie lange die Zeit im Krankenhaus andauern würde, fing ich eines abends an zu lesen. Ab diesem Moment nahm ich das Buch auch mit in das Krankenhaus, denn immer wenn ich für einen kurzen Moment eine Pause brauchte, setzte ich mich kurz in den Park und las jeden Tag ein bis zwei Seiten.

Für meine Tochter war ich 16 bis 18, manchmal sogar 20 Stunden da, bei ihr in der Klinik, die restlichen Stunden aß ich oder schlief ich, soweit dies ging. 

Lesen war zu der Zeit für mich jedes Mal wie einen Tag in Urlaub gehen und erholt zurück kommen. Nach dem Lesen war ich jedes Mal sehr erfrischt, meine Gedanken waren wieder hellwach, ich war wieder absolut aufnahmefähig für Neues und hoch konzentriert, denn das wollte ich sein, bei meiner Tochter.

Einige Zeit danach ging ich lange spazieren oder fuhr viele Kilometer mit dem Fahrrad, um einfach Spannung abzubauen.
Doch nicht immer hilft mir Bewegung, oder Meditation - ab und an merke ich, das mich dann Bewegung, Lesen oder Meditation eher noch unruhiger machen.

So habe ich seit einigen Tagen eine neue Leidenschaft, das mein Gehirn beruhigt und entspannt und mir gut tut. Ich lerne gerade Gitarre spielen. 

Alleine das Üben die Saiten zu treffen und die Klänge zu hören ist gerade anfangs anstrengend, doch schon nach einer halben Stunde Üben sehe ich die Fortschritte, das es mir leichter fällt und ich mir die einzelnen Akkorde besser merken kann.

Welche Techniken nutzt du lieber Leser für dich, um dich in deinem hektischen Alltag wieder entspannen zu können?

 

 






  


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