Montag, 8. September 2014

Demütigungen von Alleinerziehenden und meine Anerkennung an die Leistung

Eigentlich wollte ich heute über das andere Loslassen schreiben, aber mich beschäftigt gerade einmal wieder das Thema, wie viel sich Alleinerziehende andauernd gefallen lassen müssen.

Wir Alleinerziehenden sind 1,7 Millionen Menschen, die sich aus meiner Sicht zu viel gefallen lassen, oder wenn sie sich wehren Sanktionen erfahren, das sogar die Kinder keine Grundsicherung mehr erhalten.

In welchem Land leben wir eigentlich, in dem man versucht über Geld - Entzug die Menschen mundtot und gefügig zu machen und in Angst zu halten?

1,7 Millionen Menschen, die mit Füßen getreten werden, die verurteilt werden, dafür das sie es wagen, alleine ihre Kinder groß zu ziehen und in der die meisten Väter fein aus allem raus sind, weil sie nicht zur Rechenschaft, oder Verantwortung heran gezogen werden. Einem Land in dem Mütter immer noch ein schlechtes Gewissen habe, wenn Väter Unterhalt bezahlen müssen...

Okay ich wage jetzt mal eine riskante These: vor genau 70 Jahren war eine Frau angesehen, wenn sie ihre Kinder alleine groß zog, weil sie Witwe war und der Mann im Krieg gefallen, oder verschollen war. 

Liebe Mutter 50% der Gene deines Kindes sind von dir, die andere Hälfte sind vom Vater, oder Erzeuger und dafür hat er einfach ebenso die Verantwortung zu tragen - nicht nur wir Frauen - auch wenn er keinen Bock hat sein Kind zu sehen!

Sorry Mann oder Frau, aber kein Bock zu haben, sein Kind zu sehen, ist einfach kindisch und nicht erwachsen! Hat dein Kind irgendeine Pest, das du es nicht sehen möchtest?

1,7 Millionen Menschen, die mit bildungsschwachen Menschen in einen Topf geworfen werden, obwohl es mittlerweile gut gebildete Menschen unter den Alleinerziehenden gibt.

Ja Vorurteile sind einfach, das erlebe ich tagtäglich, wenn ich mit meiner behinderten Tochter unterwegs bin und sie einfach angestarrt wird und hey wir sind nicht im Big Brother Haus, oder im Zoo wo starren erlaubt ist.

Es gibt Alleinerziehende mit Abitur und Studium, die nicht das nachmittägliche Schrott - Programm anschauen, das Hartz 4 - oder Assozialen TV genannt wird.

Es gibt Alleinerziehende, die sich kümmern, die gezielt Unterstützung anbieten und die ihre Vergangenheit aufarbeiten, die von zu Hause aus lernen, weil sie sich mit dem Zustand nicht abfinden. 

Es ist schon lange her, gefühlt aus meinem vorigen Leben, als ich eine Begegnung hatte, die mich geprägt hat, weil auch ich klar Vorurteile habe, seither aber immer beim Hinschauen noch mal einen 2.Blick riskiere, weil ich beim 1.Blick nicht weiß ob dass, was ich über diese Person wirklich denke, auch stimmt.

In der Zeit als ich zur Schule ging, fuhr ich jeden Tag mit dem Zug und jeden Tag saß ein Obdachloser am Bahnhof. Was ihn jedoch von den anderen unterschied war, er hatte einen schicken Mantel an und war einigermaßen gepflegt. Wenn er jedoch sprach bemerkte man seine Bildung, an der Wahl der Worte, die er traf. 
Das erfuhr ich, als sich jemand zu ihm setzte und er seine Lebensgeschichte erzählte. Er war wohlhabend, hatte einen guten Job, eine tolle Frau, richtig tolle Kids. Seine Firma meldete Insolvenz an, seine Frau kam nicht mehr klar, das sie den Wohlstand nicht mehr hatte, den er ihr bis zur Kündigung brachte und trennte sich von ihm, das tolle Haus das er für die Famile bauen ließ wurde zwangsversteigert und er war innerhalb kurzer Zeit auf der Straße.

Es ist egal, ob die Kinder der Alleinerziehenden oder sie selbst es erleben. Die Kinder erleben es in der Schule bereits, an den Noten, bei dem Wechsel auf eine weiterführende Schule. Würde man eine neutrale Studie dazu machen, wie viele Kinder alleinerziehender Eltern auf die Werkrealschule, Realschule oder auf das Gymnasium gehen, käme ein eindeutiges Ergebis dabei raus.

Die Alleinerziehenden erleben es beim Vorstellungsgespräch. 

Wie oft wird eine Frau die Kinder hat einfach abgelehnt bei einer Arbeitsstelle, egal ob sie kompetent wäre, oder nicht, oder man erschwert ihr am Arbeitsplatz die Arbeit...

Alleinerziehende haben in ihrem Alltag schon genug alleine zu ertragen, da brauchen sie nicht noch die Meinungmache gegen sie.

Ich anerkenne jeden einzelnen alleinerziehenden Vater, jede einzelne alleinerziehende Mutter dafür, was sie tagtäglich leistet, mit ihren Kindern!!!
Diejenigen, denen das Wohl ihrer Kinder wirklich am Herzen liegt und die sich für ihre Kinder einsetzen und kämpfen wie eine Löwin, wie ein Löwe für das eigene Kind!

 

 

 

 



 

 

 

 

 

    

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