Dienstag, 12. August 2014

Würdevoll Eltern bleiben

war einer meiner ersten Blog - Beiträge den ich geschrieben habe und der am meisten gelesen wird. 
Über die Resonanz bin ich ehrlich gesagt selber verblüfft.
In ganz vielen Gesprächen merke ich, das ich eine der Wenigen bin, die das Thema Trennung und Eltern bleiben gut lebbar umgesetzt hat. In manchen Gesprächen höre ich dann, das ich einfach Glück hatte, das der Papa mitzieht.....
Ganz und gar nicht, hatte ich Glück, sondern ich bin einfach einem Gefühl gefolgt, das ich schon seit der Geburt meiner 1. Tochter hatte - zwei Erwachsene haben sich beide für ein gemeinsames Kind entschieden und meine tiefste Überzeugung ist es, das jeder dieser Erwachsenen sich dann auch gerne um sein Kind kümmert, wenn der andere ihm den Raum dafür lässt.

Schon mit der Geburt meiner 1. Tochter gab ich mich nicht damit zufrieden, einfach ein Kind zu haben und es zu begleiten beim Großwerden, sondern ich fing systematisch an Bücher zu lesen, die mir halfen mein Kind und andere Menschen besser verstehen zu können. 

Was ich vor allem wusste nach der Trennung, war schlicht und einfach: mir ist es während der Ehe mit den ewigen Diskussionen und Streitereien nicht gut gegangen - also muss es nach der Trennung eine Besserung, Erleichterung in meinem Leben geben.
Nach der Trennung hat es noch einige Zeit gedauert bis ich und der Papa aus der Streit - Gewohnheit aussteigen konnten. Das gelang nur in dem einer der beiden Erwachsenen die Klarheit und die Führung übernahm und absolut glasklar kommunizierte, wie er sich den Umgang, das Gespräch der Erwachsenen genau vorstellt. 

Das war nur möglich, in dem ich an das Erwachsenen - Ich in mir und auch des Papas appellierte, immer und immer wieder, bis die Veränderung eintraf - und es war einfach Arbeit, das immer wieder einzufordern, und auch einzuhalten, selbst nicht den anderen im Gespräch zu verletzen, immer wieder in einen Dialog einzusteigen und die Emotionen flach zu halten.  

Emotionen kochen dann hoch, wenn ich mich auf der Kind - Ich Ebene an den anderen wende. Es ist völlig natürlich, das ich verletzt bin nach der Trennung, das ich mich verlassen und einsam fühle, aber diese Gefühle muss ich lernen erst einmal ganz zu mir zu nehmen und mich selbst zu fragen, wo habe ich mich während der Zeit der Beziehung selbst verlassen und vielleicht bei einem Kompromiss eingestimmt, obwohl ich es so eigentlich nicht mehr wollte. 

Im Sinne unserer Kinder, die es aufgrund der Trennung schon schwieriger haben im Leben, sollten aus meiner Sicht wir Erwachsenen ihnen eine schöne erlebte Kindheit schenken, in dem wir Dialoge suchen, die wir erst neu lernen müssen und die uns davor einfach niemand vorgelebt hat!

Ich glaube wir getrennt lebenden Eltern tun uns mit dem Kontakt zum anderen Elternteil schwer, weil wir keine Vorbilder haben, an denen wir uns orientieren können.

Werden wir zu Vorbildern für unsere Kinder.

So wünsche ich meinem Leser heute, das er ein stimmig gelebtes Vorbild für sein Kind ist. 

    
 





        

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen