Montag, 11. August 2014

Mutter sein früher und heute

Was hat sich in den letzten 40 Jahren des Mutter seins so sehr verändert, das Mutter sein heute ein Kraftakt ist? 

Meine Mutter früher war zu Hause, kümmerte sich um den Haushalt, erzog uns vier Kinder, mein Vater ging arbeiten und kümmerte sich abends um uns, wenn er von der Arbeit zu Hause war. 

Muttersein heute heißt, die Kinder alleine groß zu ziehen, ohne Väter: 1,7 Millionen sind Alleinerziehende. 

Von den 1,7 Millionen Mütter beziehen 42% Arbeitslosengeld 2. 

Während früher die Eltern klar die Verantwortung für ihre Kinder hatten, wird heute Frauen von Behörden wie dem Arbeitsamt oder der Kommunalen Arbeitsförderung suggeriert, sie könnten arbeiten gehen, die Betreuung würde durch Kinderbetreuungseinrichtungen übernommen werden...

Und genau da hakt es für mich komplett, wenn ich mich als Mama dafür entscheide, mein Kind groß zu ziehen, ich es aber alleine groß ziehe, weil der Kindsvater eine andere Entscheidung getroffen hat. 
Möchte ich dann noch finanziell eine Grundsicherung = Hartz IV, bin ich verpflichtet arbeiten zu gehen, um für den Unterhalt alleine zu sorgen.
Es ist eine Last, die einer alleinerziehenden Mutter aufgebürdet wird, ihre Kinder optimal zu erziehen, arbeiten zu gehen, sich optimal um den Haushalt zu kümmern. 

Ebenso das Jugendamt, das in Gesprächen immer wieder anregt, wie man als Elternpaar mit dem gemeinsamen Kind gut umgehen kann, indem der Kindsvater von allen Pflichten entbunden wird und die Mutter alle Pflichten zu übernehmen hat. 

In unserem Grundgesetz steht: die Würde des Menschen ist unantastbar!

Wie oft wird die Würde der Frau angetastet, ihr vorgeschrieben, was und wie sie etwas zu tun hat, wie oft werden in Deutschland, einem Sozialstaat die Frauen diskriminiert und Väter (nicht alle) sind fein raus....?

Mütter fallen systematisch in die Armutsfalle nach der Trennung.

Als ich vor über 20 Jahren meine erste Tochter bekam, erhielten die Eltern Bundeserziehungsgeld 2 Jahre lang und Landeserziehungsgeld 1 Jahr lang. 3 Jahre in denen Familien und Alleinerziehende finanziell ein wenig entlastet waren. 
Heute erhalten Eltern 1 Jahr lang Elterngeld und geben ihre kleinen Einjährigen schon in der Kita ab.

Wie viele junge Frauen machen eine solide Ausbildung in richtig tollen Berufen, doch sobald sie Kinder haben, machen Arbeitgeber es Müttern schwer, wieder in die alte Firma zurück zu kehren. 
Gerade in dem ländlichen Raum, in dem ich lebe, arbeiten die meisten Frauen in einem Niedriglohn - Job....die wenigsten erhielten die Möglichkeit in ihr Unternehmen zurück zu kehren...

Doch was hilft mir all das? Klage ich darüber und gebe dem System die Schuld das sie sich nicht kümmern?

Nein, denn ich beginne systematisch mich selbst zu kümmern, die ganze Verantwortung für mich und die Kids zu übernehmen, mit allem und schrittweise meine Ideen einzubringen hin zu mehr Fairness.

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