Montag, 11. August 2014

Inklusion und die Grenzen

beschäftigt mich sehr, denn ich sehe die totalen Grenzen der Inklusion.

Inklusion bedeutet: die gleichberechtigte Teilhabe behinderter und nichtbehinderter Menschen.

"Die UN-Behindertenrechtskonvention hat 2008 „Inklusion“ als Menschenrecht für Menschen mit Behinderungen erklärt. Inklusion (lateinisch „Enthaltensein“) bedeutet, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Das heißt: Menschen mit Behinderungen müssen sich nicht mehr integrieren und an die Umwelt anpassen, sondern diese ist von vornherein so ausgestattet, dass alle Menschen gleichberechtigt leben können – egal wie unterschiedlich sie sind. Das Ideal der Inklusion ist, dass die Unterscheidung „behindert/nichtbehindert“ keine Relevanz mehr hat." (aus Leidmedien "Inklusion was ist das") 

Grenzen sehe ich genau da, wenn Firmen lieber einen "Strafgeld" bezahlen, als einen behinderten Menschen einzustellen. Wie selten gibt man Menschen mit einer Behinderung die Chance am allgemeinen Arbeitsmarkt? 

Da höre ich immer noch Sätze wie: "....Berührungsängste und es können nicht alle Menschen mit Behinderten umgehen"

Andersartigkeit bekommt immer noch keine Gleichberechtigung und keinen Blick auf Augenhöhe, oder diese Menschen als Vollwertig anzusehen. 

Grenzen sehe ich auch, wenn versucht wird, behinderte Kinder in Klassen aufzunehmen, ohne für pädagogisch geschultes Personal zu sorgen, denn leider sind unsere Ausbildungen bis heute nicht auf den Umgang mit einem behinderten Menschen ausgelegt, außer man macht eine spezielle Ausbildung zum Heilerzieher. 

Die Diskussion gab es vor 25 Jahren schon, behinderte Menschen mehr  zu integrieren und wenn ich heute sehe, wo wir bei diesem Thema stehen, hat sich leider in den letzten Jahren wenig bewegt.

Wenn ich in der Lage bin das Individuum zu sehen und es zu akzeptieren und respektieren so wie es ist und nach seinen Stärken zu fördern, gelingt Inklusion aus meiner Sicht. 

Inklusion gelingt heute - in Familien automatisch, da lebt das behinderte Kind gleichberechtigt mit seinen Eltern oder mit einem Elternteil und seinen Geschwistern und gehört einfach dazu, mit all seinem Sein wie es ist. 

Vielleicht sollten sich Schulen und Firmen das Modell Inklusion in Familien einfach mal abschauen und ähnlich umsetzen?

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