Montag, 11. August 2014

Alleinerziehend - Sein

Heute ist es mir ein Anliegen über das Alleinerziehend - Sein zu schreiben, denn immer wieder fällt mir auf, das Frauen und Männer schon nach einer kurzen Phase des Alleinseins sich schnell wieder binden, oder es gibt die Sorte Frau/Mann, wobei ich da mehr Gespräche mit Frauen führe, die unter dem Alleinerziehend Sein leiden.

Gibt es eine Formel die besagt: Alleinerziehend = unglücklich? In einer Beziehung - Sein = glücklich?

Wie viele Paare erlebe ich, die unzufrieden und unglücklich in ihrer Partnerschaft sind. 

Vor allem dann, wenn Frauen/Männer verlassen wurden, erlebe ich ein oft jahrelanges Hadern mit dem Alleinerziehend - Sein, sich verlassen fühlen, im Stich gelassen fühlen und dem anderen die "Schuld" dafür zu geben, das er eine andere Wahl getroffen hat.

Doch wenn ich ganz ehrlich mit mir bin, habe ich Wochen oder Monate davor gespürt, das sich etwas verändert, das der Partner sich distanziert, oder ich selbst war unzufrieden mit dem wie meine Partnerschaft von beiden gelebt wurde.

Das Wort "Schuld" benutze ich in diesem Zusammenhang nicht gerne, dem anderen die Schuld zu geben, das er ging und mich vor vollendete Tatsachen gesetzt hat. Ich weiß wovon ich schreibe, ich habe es selbst erlebt - aber dem anderen die Schuld zu geben bedeutet für mich auch immer, einerseits die Verantwortung abzugeben an den anderen und dem anderen die Macht zu geben, das ich mich beschissen fühle.

Meine Kleinste war 4 Monate alt, als ich verlassen wurde, dazu hatte ich noch drei größere Kinder, davon eine mit einer Behinderung und ja auch mich hat es richtig betroffen gemacht. 

Doch irgendwann in meinem ganzen mich schlecht fühlen, wurde mir deutlich bewusst, das mein größtes Ziel im Leben ist, glücklich und zufrieden zu sein.
Einige Jahre erlebte ich in einem tiefen Unglück, meine älteste Tochter wurde im Alter von 6 Jahren schwerstkrank und bekam darauf eine Körperbehinderung. Das war für mich einerseits ein großes Unglück und andererseits eine große Aufgabe.

Damals wachte ich auf, denn ich konnte mich entweder darauf konzentrieren, was meine Tochter nun nicht mehr konnte, oder ich konzentrierte mich auf ihre Stärken, auf die Dinge die sie mit Hingabe konnte, wie Puzzeln.

Ebenso ging es mir als ich alleine war mit einem 4 Monate alten Baby und drei größeren Kinder, die mich auch noch brauchen - ich änderte den Blickwinkel in die Richtung, das ich mir konkret überlegte, was ich möchte, was ich überhaupt nicht möchte und übernahm die Verantwortung der Trennung, in dem ich zu der Entscheidung der Trennung mein JA gab und es akzeptierte, genauso wie es ist, denn damit entstand in mir die Freiheit, wieder eigene Verantwortliche in meinem Leben zu sein.

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